InterviewVerfasst am: 1. Oktober 2026
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Praxis

Bjarne, Geschäftsführer des Skærbæk Fritidscenter, berichtet, dass das Zentrum heute als “Mini-Lalandia” fungiert und viele Familien mit Kindern sowie Sportgäste anzieht – oft über internationale Agenturen und Online-Reiseportale. Die Zusammenarbeit mit Deutschland ist sowohl im Vertrieb als auch im Marketing von großer Bedeutung, und ein deutscher Mitarbeiter betreut den deutschen Markt direkt von Deutschland aus.
Auch wenn die Entfernung über die Grenze hinweg gering ist, gibt es dennoch kulturelle und berufliche Unterschiede, die die Zusammenarbeit komplexer machen. Dies gilt sowohl für Geschäftsbeziehungen als auch für den Arbeitsmarkt. Das Freizeitzentrum Skærbæk hat beispielsweise gute Erfahrungen mit ukrainischen Mitarbeitern gemacht, da sie sich sprachlich und praktisch gegenseitig unterstützen können – doch kulturelle Unterschiede stellen weiterhin eine Herausforderung dar.
Bjarne betont, dass es theoretisch einfach sein sollte, Arbeitskräfte im Nachbarland zu finden, dass jedoch Systeme, Bürokratie und Unsicherheit in der Praxis viele davon abhalten, sich jenseits der Grenze um einen Arbeitsplatz zu bewerben. Deshalb fordert er eine sichtbarere und gebündelte Initiative – eine Art “roter Teppich” für Arbeitskräfte –, die es einfacher und sicherer macht, grenzüberschreitend zu arbeiten.


